Was bedeutet ein Fahrverbot?
Bei einem Fahrverbot darf für eine bestimmte Dauer kein Kraftfahrzeug geführt werden. Die Fahrerlaubnis als solche bleibt bestehen.
Ein Fahrverbot kann im Bußgeldverfahren zusammen mit einer Geldbuße oder als Nebenstrafe in einem Strafverfahren angeordnet werden. Wann es beginnt und ob Gestaltungsmöglichkeiten bestehen, hängt von Rechtsgrundlage, Rechtskraft und persönlichen Voraussetzungen ab.
Wer trotz wirksamen Fahrverbots ein Kraftfahrzeug führt, riskiert ein Strafverfahren.
Entziehung ist etwas anderes
Bei der Entziehung der Fahrerlaubnis erlischt die Berechtigung zum Führen von Kraftfahrzeugen. Eine neue Fahrerlaubnis muss später beantragt werden; häufig wird zugleich eine Sperrfrist festgesetzt. Maßnahmen können durch ein Strafgericht oder durch die Fahrerlaubnisbehörde erfolgen.
Typische Ausgangslagen
- Regelfahrverbot nach Geschwindigkeits-, Rotlicht- oder Abstandsverstoß
- Alkohol oder andere berauschende Mittel im Straßenverkehr
- unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
- Gefährdung des Straßenverkehrs
- Zweifel der Fahrerlaubnisbehörde an der Fahreignung
Berufliche Härte sorgfältig belegen
Die berufliche Abhängigkeit vom Führerschein ist wichtig, führt aber nicht automatisch zum Wegfall eines Fahrverbots. Arbeitsabläufe, Alternativen und konkrete Folgen müssen nachvollziehbar dargestellt und belegt werden. Vorhersagen ohne Akteneinsicht wären unseriös.
Was wird geprüft?
Die Prüfung kann den zugrunde liegenden Vorwurf, Messung und Beweislage, Fristen, mögliche Rechtsfolgen sowie besondere persönliche Umstände umfassen. Nach Mandatsannahme erfolgt die Vertretung gegenüber Behörde oder Gericht.